Adams, Werner: Das verlorene Leben der Anna Maria Flückiger

Ich freue mich, dieses Buch vorstellen zu dürfen, welches ich neu in unser Sortiment aufgenommen habe und zum Kauf anbieten möchte. Möge es das Interesse des Ahnenforschers (Genealogen) wecken.Werner Adams, in Zürich geboren und im Kanton Bern lebend, war Personalleiter in verschiedenen Industrieunternehmungen. Seit Jahren beschäftigt er sich mit Familiengeschichts-forschung. Über die Genealogie entdeckte er seine Anziehungskraft zum historisch-biographischen Roman. Seinen Geschichten liegen in der Regel umfangreiche Archivrecherchen zu den Originalquellen zugrunde. Historische aktenkundige Personen kommen im vorliegenden Roman «Das verlorene Leben der Anna Maria Flückiger» vor.

Flueckiger CoverDas Buch handelt vom Jahr 1847, als in Bern die noch nicht 21-jährige Anna Maria Flückiger ab dem Kaltacher in Wynigen durch das Schwert hingerichtet wurde. Sie ist noch halb ein Kind und bezichtigt sich selber des Versuchs, ihre eigene Mutter vergiftet zu haben, der Brandstiftung, der Abtreibung und des Mordes an einem Säugling.Der Autor beginnt mit dem Berner Frauengefängnis der Oberen Gefangenschaft, im Herbst 1846. Da ist Barbara Mischler mit ihrem Sohn Gottliebli, der nicht trinken kann, weil seine Mutter keine Mich hat. Der Kamillentee beruhigt zwar den Magen, aber der Hunger bleibt. Sie hofft, dass sie bald entlassen wird. «Nach Hause ist gut, du kommst in den Turm und der Kleine wird dir weggenommen», sagt die Flückiger. Selber hat Anna Maria Flückiger fürchterliche Angst vor der Strafe und sie fragt sich, wann sie wohl wieder aus der Gefangenschaft entlassen wird. Sie ist noch jung. Was wird, wenn sie rauskommt, wird sie dann eine alte Frau sein, die keiner mehr haben will? In diesem Sinne beschreibt der Autor folgende Kapitel: Wyningen, Kaltacker April 1841; Pfarrhaus Wyningen im Januar 1842; abends zuhause im Kaltacker; Wyningen, im „Wilden Mann“, Mai 1844; Bern, im Stalden, August 1844; Herzogenbuchsee, im Gasthaus «Sonne» 1844; Bern im Zuchthaus 1845 – Bern Ende Juli 1845; Amtsgericht Burgdorf, im Schloss 1845 – Gefängnis auf dem Schloss Burgdorf; Schloss Burgdorf, Gerichtsurteil 14.1.1846 – Bern in der Kanzlei Franz von Erlach. Der Schreiber schliesst den Roman mit dem Kapitel Bern, bei Bollwerk 19.4.1847. Der Richterstuhl ist aufgebaut. Mit schwarzem Tuch ist das rohe Holzgerüst eingekleidet, die Bühne ist hergerichtet. Berner Miliz weist die Zuschauer ein. Viel alter Kram wurde da ausgepackt und gegen Anna Maria Flückiger verwendet. Ein unflätiges Ding sei sie gewesen, die Annemarie, von morgens bis abends unterwegs, nichts sei vor ihr sicher gewesen, ihr Zuhause vergiftet von Boshaftigkeit. In diesem Sinne ging das Verhör weiter…

Trifft sie tatsächlich die Schuld an jedem dieser Verbrechen, auf denen die Todesstrafe steht – oder ist sie Opfer der Umstände, der Lieblosigkeit, oder will sie ganz einfach endlich wahrgenommen werden? Und was wird aus ihrem tauben Bru¬der Jo¬hannes, mit dem sie eine intime Vertrautheit verbindet?

Mit dem Anhang auf Seite 140 will Werner Adams auf die anlässliche Hinrichtung von Anne Marie Flückiger, vom 19.4.1847, hinweisen.

Mit dem Anhang auf Seite 140 will Werner Adams auf die anlässliche Hinrichtung von Anne Marie Flückiger, vom 19.4.1847, hinweisen.

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Art-Nr. W89: «Das verlorene Leben der Anna Maria Flückiger» von Werner Adams, 152 Seiten, im Format 12,5x19,5 zum Preis von nur Fr. 29.50 + Porto und Verpackung.