Hintergrund zur letzten Hungerkrise im Zürcher Oberland

Vor 200 Jahren wurde das Zürcher Oberland nach einem selten nasskalten Sommer mit schlechter Ernte von der letzten schweren Hungerkrise heimgesucht. Sie brachte Not, Krankheit und Tod. War der gewaltige Tambora-Vulkanausbruch im fernen Indonesien von 1815 daran schuld? Neueste Forschungen weisen noch ganz andere, ebenso spannende Zusammenhänge nach. Viele Fragen beschäftigen uns noch heute. 2016 wird im Ritterhaus Bubikon und an zahlreichen anderen Orten in der Region daran erinnert.

Damals rätselte man, warum 1816 ein Jahr ohne Sommer war. Viele betrachteten es als Strafe Gottes. Andere gaben dem neu erfundenen Blitzableiter die Schuld. Er habe die Wärme abgeleitet. Erst 100 Jahre später fand die Wissenschaft heraus, dass der gewaltige Tambora-Vulkanausbruch im April 1815 einen Einfluss hatte. Der Berg in Indonesien wurde auf einen Schlag um 1400 Meter niedriger, und in der Umgebung kamen gegen 100‘000 Menschen um. Grosse Mengen von Schwefelgasen verbreiteten sich rund um den Globus und hemmten in den Folgejahren die Sonneneinstrahlung.

War also der Tambora schuld an der Hungerkrise? Zwei junge Historiker sind jüngst dieser Frage nachgegangen. Ihre Antwort: Der Tambora-Ausbruch hat sicher das schlechte Wetter und die Missernte mitverschuldet. Aber viel entscheidender waren die Krise in der Heimindustrie, die Überbevölkerung, die überforderten Behörden, die feh-lenden Verkehrswege und anderes. Dieses neueste Wissen wird nun im Zürcher Oberland unter dem Motto «Dem Gestern gedenken. Das Heute bedenken. Das Morgen sich denken» breiten Kreisen der Bevölkerung – nicht zuletzt der Jugend – näher gebracht.
Hintergrund zur letzten Hungerkrise im Zürcher Oberland

Vor 200 Jahren wurde das Zürcher Oberland nach einem selten nasskalten Sommer mit schlechter Ernte von der letzten schweren Hungerkrise heimgesucht. Sie brachte Not, Krankheit und Tod. War der gewaltige Tambora-Vulkanausbruch im fernen Indonesien von 1815 daran schuld? Neueste Forschungen weisen noch ganz andere, ebenso spannende Zusammenhänge nach. Viele Fragen beschäftigen uns noch heute. 2016 wird im Ritterhaus Bubikon und an zahlreichen anderen Orten in der Region daran erinnert.

Damals rätselte man, warum 1816 ein Jahr ohne Sommer war. Viele betrachteten es als Strafe Gottes. Andere gaben dem neu erfundenen Blitzableiter die Schuld. Er habe die Wärme abgeleitet. Erst 100 Jahre später fand die Wissenschaft heraus, dass der gewaltige Tambora-Vulkanausbruch im April 1815 einen Einfluss hatte. Der Berg in Indonesien wurde auf einen Schlag um 1400 Meter niedriger, und in der Umgebung kamen gegen 100‘000 Menschen um. Grosse Mengen von Schwefelgasen verbreiteten sich rund um den Globus und hemmten in den Folgejahren die Sonneneinstrahlung.

War also der Tambora schuld an der Hungerkrise? Zwei junge Historiker sind jüngst dieser Frage nachgegangen. Ihre Antwort: Der Tambora-Ausbruch hat sicher das schlechte Wetter und die Missernte mitverschuldet. Aber viel entscheidender waren die Krise in der Heimindustrie, die Überbevölkerung, die überforderten Behörden, die feh-lenden Verkehrswege und anderes. Dieses neueste Wissen wird nun im Zürcher Oberland unter dem Motto «Dem Gestern gedenken. Das Heute bedenken. Das Morgen sich denken» breiten Kreisen der Bevölkerung – nicht zuletzt der Jugend – näher gebracht.

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